Rennbericht zur Tour de Zwift Etappe 1 „London Classique“

Kurzerhand habe ich mich dazu entschlossen bei den Rennen der Tour de Zwift teilzunehmen und damit mein Triathlon-Training um etwa zwei kurze intensive Einheiten pro Woche zu erweitern. In diesem Rahmen möchte ich auf diesen Blog über meine Erfahrungen bei den TdZ-Rennen berichten.

Rennvorbereitung

Montagabend nach dem Schwimmtraining war es dann also soweit. Ich habe mich um 20:40 für die erste Etappe des Tour de Zwift Rennens auf London Classique angemeldet. Entschieden habe ich mich für die Kategorie B (3,1-3,9 w/kg), da dort deutlich mehr Fahrer wie in der Kategorie A angemeldet waren. Nach meinem FTP der in etwa 4w/kg liegt, würde ich wohl mit meinem aktuellen Setup eher in Kategorie A passen.

Da ich bisher hauptsächlich bei Zwift-Grouprides mitgefahren bin und nur wenig Rennerfahrung habe, habe ich mir nochmal ein paar Tipps dazu angelesen: Mindestens 10 Minuten vor den Start auf den Server kommen um möglichst weit vorne zu starten. Schneller Start bis sich das Peloton gebildet hat. Möglichst optimal im Windschatten fahren. Power-Ups richtig einsetzten. Bei Anstiegen und Rampen versuchen nicht die Führungsgruppe verlieren. Hier wird gerne mal ordentlich in die Pedale getreten. Möglichst viel Körner aufheben für den Zielsprint.

Und los geht’s…

Soweit so gut. Etwa 10 Minuten vorm Start habe ich mich also bei dem Event eingefunden. Damit wurde mein Avatar direkt in der ersten Startreihe platziert. Ich habe die Zeit für ein kleines Warm-Up genutzt und bin bewusst locker bei einem Puls unter 120 geblieben. Etwa eine Minute vor dem Start habe ich dann hochgeschaltet, damit ich etwa bei 4-5w/kg für den Start war. Nach ein paar Metern bin ich direkt in der Führungsgruppe gelandet und konnte sehr gut mitfahren. Tatsächlich erfordert es einiges an Fingerspitzengefühl die richtige Pace zu finden um in der Mitte von der Gruppe zu bleiben. Zu viel Watt relativ zur Gruppe bedeutet nämlich, dass man an der Spitze ohne Windschatten fährt und zu wenig befördert einen ziemlich schnell ans Ende der Gruppe und hinten erfordert es meist auch mehr Anstrengung um dranzubleiben.

Etwa nach der Hälfte der ersten Runde auf London Classique kam es dann zur Rampe und wie erwartet hat das Peloton ordentlich angezogen. Vereinzelt waren Leistungszahlen in orange zu lesen. Einige Fahrer hatten durch das Feder-Power Up am Anstieg einen deutlichen Vorteil. Einige Meter nach der Rampe hatte ich die Gruppe wieder. Das war dann aber auch deutlich an meinem Puls zu sehen, der nicht mehr weit weg von meiner maximalen Herzfrequenz war. Der konnte sich dann glücklicherweise wieder etwas erholen, als sich die Gruppe nach der Rampe wiedergefunden hat.

Das ging so lange gut, bis in der zweiten Runde wieder die Rampe anstand. Dann wurde es langsam schwierig. Jedoch konnte ich trotzdem am Peloton dranbleiben und auf den vorderen Rängen zum Zielbereich fahren.

Der Ziel-Sprint

Etwa 1-2km vom Ziel ist das Tempo der Gruppe deutlich angezogen. Ich konnte dran bleiben. Auf den letzten 300 Meter haben die Fahrer dann alles gegeben und ihre letzten Power-Ups eingelöst. Viel über 5w/kg hab ich nicht schätzungsweise mehr zustande bekommen. Einige Sprint-Spezialisten konnten dann mit orangenen Leistungszahlen und Power-Ups im letzten Moment an mir vorbeiziehen. Vermutlich waren das fast 20 Fahrer. Am Ende hat es dann zu Platz 28/128 gereicht, wobei ich damit nur 2 Sekunden Abstand zum Sieger hatte. Wobei ich mit etwa 4,4w/kg im Durchschnitt im Vergleich zu den anderen Teilnehmern in meinem Feld eher im oberen Bereich gelandet bin. Wie wir aber schon gelernt haben, hat die durchschnittliche Leistungszahl nur bedingt Einfluss auf die Platzierung. Durch Faktoren wie Windschatten-Nutzung, Sprintleistung, Power-Ups, virtuelles Equipment, sowie Gewicht relativiert sich die Durchschnittsleistung.

Lessons Learned

Der Zielsprint ist bei kurzen Rennen das Entscheidende. Am Ende sind es wenige Sekunden die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Hier kommt es drauf an möglichst mit dem richtigen Timing voll durchzustarten und alles rauszuholen, was noch geht. Idealerweise kann der Zielsprint mit einem Aero-Boost oder Draft-Boost Power-Up unterstützt werden. Aber das richtige Power Up ist eben einfach Glücksache.

Um für den Zielsprint noch die nötige Kraft zu haben, sollte man nach dem Motto „Ride smart not hard“ versuchen möglichst gut mit seiner Energie zu haushalten. Dabei gilt es insbesondere den Windschatten bestmöglich zu nutzen. Beim Fahren in der Gruppe bleibst du dich am besten gleichmäßig in der Mitte um „Intervall-Training“ und somit zusätzliche Anstrengungen zu vermeiden.

Kenne die Rennstrecke um deine Kraft möglichst gut einteilen zu können. Insbesondere solltest du für den Ziel-Sprint wissen, wann du am besten zum Sprint ansetzt. Im Eifer des Gefechts hilft die Angabe, wie viel Kilometer noch zu fahren sind, nicht wirklich weiter.

Startest du auch bei der Tour de Zwift 2020 und möchtest dich dazu gerne mit der Zwift Community austauschen? In unserem neuen Zwiften.de Forum findest du die Gelegenheit dazu!

Tour de Zwift 2020: Pro- und Amateur-Rennen starten heute

Wie bereits angekündigt, startet heute Abend um 20 Uhr MEZ die erste Renn-Etappe der Tour de Zwift 2020 für die eingeladenen Pro- und Amateur-Teams. Gefahren wird auf der Strecke London Classique über 2 Runden.

Die Teilnahme folgender Männer und Frauen Teams wurden bereits angekündigt: CANYON//SRAM, TWENTY-20, Vitus, Canyon p/b Soreen, Ribble-Weldtite, SEG Racing, NTT U23 und Hagens Berman Axeon.

Passend dazu gibt es von Zwift auch eine Live-Übertragung des Rennens. Kommentiert wird das Rennen vom ehemaligen Profi-Fahrer OJ Borg und Hannah Walker direkt aus London.

Viel Spass und gute Unterhaltung wünscht zwiften.de bei der Einstimmung auf die 1. Etappe der Tour de Zwift 2020, die morgen am Sonntag den 12. Januar 2020 startet.

Tour de Zwift 2020 Pro- und Amateur Etappen:

Die Rennen der Pro- und Amateur-Teams bei der TdZ 2020 finden immer am Abend um 20 Uhr MEZ vor der offenen Etappe statt.

  • Etappe 1 (London): 11. Januar
  • Etappe 2 (Innsbruck): 15. Januar
  • Etappe 3 (Watopia): 19 Januar
  • Etappe 4 (Bologna): 23. Januar
  • Etappe 5 (New York): 27. Januar
  • Etappe 6 (Richmond): 31. Januar
  • Etappe 7 (Yorkshire): 4. Februar

Tour de Zwift 2020 kommt bald

Nach dem großen Erfolg und den vielen Teilnehmern in den letzten Jahren wird es auch Anfang nächstes Jahr wieder die Tour de Zwift 2020 geben. Das wird das größte Event des Jahres! Los gehts am 12. Januar. Bis zum 16. Februar 2020 kannst du auf allen sieben Welten von Zwift unterschiedliche Strecken entdecken.

Tour de Zwift 2020 wahlweise als Gruppenfahrt oder Rennen

Die Tour de Zwift Events kannst du entweder als Gruppenfahrt oder als Rennen bestreiten.  Bei der Gruppenfahrt bestimmst du mit den drei Kategorien die Länge der Strecke bzw. ggf. die Gruppenfahrt für Frauen.

  • A Lange Strecke,
  • B Kurze / Einfache Strecke und
  • C nur Frauen.

Bei den Rennen unterteilen sich die Kategorien nach Leistung pro Kilogramm.
Kategorien für Mixed-Rennen (Männer und Frauen):

  • A 4 bis 5 w/kg
  • B 3,2 bis 3,9 w/kg
  • C 2,5 bis 3,1 w/kg
  • D 1 bis 2,4 w/kg

Kategorien beim Rennen der Frauen:

  • A 3,7 bis 5 w/kg
  • B 3,2 bis 3,69 w/kg
  • C 2,5 bis 3,19 w/kg
  • D 1 bis 2,49 w/kg

Tour de Zwift 2020 Etappen

Hier gehts zur Übersicht aller Events derTdZ 2020 bei ZwiftHacks.com

Etappe 1: London (Samstag 11. Januar bis Mittwoch 15. Januar)
Gruppenfahrt Kat. A: Leith Hill After Party (1 Runde) 46,1km mit 411hm.
Gruppenfahrt Kat. B: Greatest London Flat (1 Runde) 23,57km mit 147hm.
Gruppenfahrt Kat. C: Greater London 8 (1 Runde) 23,8km mit 256hm.
Rennen alle Kat.: London Classique (2 Runden) 2x 5,4km mit je 19hm.

Etappe 2: Innsbruck (Donnerstag 16. Januar bis 19. Januar Sonntag)
Gruppenfahrt Kat. A: Innsbruck KOM After Party (1 Runde) 37,2km mit 640hm.
Gruppenfahrt Kat. B: Innsbruckring (2 Runden) 2x 8,8km mit je 72hm.
Gruppenfahrt Kat. C: 2018 UCI Worlds Course Short Lap (1 Runde) 23,6km mit 487hm.
Rennen alle Kat.: Innsbruckring (2 Runden) 2x 8,8km mit je 72hm.

Etappe 3: Watopia (Montag 20. Januar bis 23. Januar Donnerstag)
Gruppenfahrt Kat. A: Big Loop 42,4km mit 651hm.
Gruppenfahrt Kat. B und C: Sand & Sequoias 20,2 mit 147hm.
Rennen alle Kat: Hilly Route (2 Runden) 2×9,1km mit je 100hm.

Etappe 4: Bologna TT (Freitag 24. Januar bis 27. Januar Montag)
Gruppenfahrt Kat. A: Bologna Time Trial (2 Runden) 2x8km mit je 230hm.
Gruppenfahrt Kat. B und C: Bologna Time Trial 8km mit je 230hm.
Rennen alle Kat: Bologna Time Trial (2 Runden) 2x8km mit je 230hm.

Etappe 5: New York (Dienstag 28. Januar bis Freitag 31. Januar)
Gruppenfahrt Kat. A: Everything Bagel 34,2km mit 525hm.
Gruppenfahrt Kat. B: Park Permeter Loop (2 Runden) 2×9,7km mit je 120hm.
Gruppenfahrt Kat. C: Knickerbocker 22,5km mit 346hm
Rennen alle Kat: Gotham Grind entgegengesetzt (2 Runden) 2×9,2km mit je 86hm.

Etappe 6: Richmond (Samstag 1. Februar bis Dienstag 4. Februar)
Gruppenfahrt Kat. A: Richmond UCI Worlds (2 Runden) 2×16,3km mit je 142hm.
Gruppenfahrt Kat. B und C: Richmond UCI Worlds 16,3km mit 142hm.
Rennen alle Kat: Richmond UCI Worlds 16,3km mit 142hm.

Etappe 7: Yorkshire (Mittwoch 5. Februar bis Samstag 8. Februar)
Gruppenfahrt Kat. A: 2019 UCI Worlds Harrogate Circuit 2×13,8km mit je 240hm
Gruppenfahrt Kat. B: 2019 UCI Worlds Harrogate Circuit 13,8km mit 240hm
Gruppenfahrt Kat. C: Royal Pump Room 8 mit 27,2km und 480hm
Rennen alle Kat: 2019 UCI Worlds Harrogate Circuit 13,8km mit 240hm

Weitere Details

Nachdem die 7. Etappe abgeschlossen ist, wird es vom 9. bis zum 16. Februar täglich „Make Up“ Etappen geben, bei dem du verpasste Etappen nachholen kannst. Für jedes Event wird es drei Kategorien geben. Kategorie A für die lange Strecke, Kategorie B für die kürze Strecke und eine weitere Kategorie C, bei der nur Frauen teilnehmen dürfen. Neu bei der TdZ 2020: Zwift stellt Live-Streams mit Rennen der Profi und Amateur Fahrer bereit, jeweils an dem Abend bevor die Etappe beginnt. Weitere Details zur Tour de Zwift 2020 findest du auf der offiziellen Zwift Webseite zur TdZ.

Es gibt übrigens anlässlich der Tour de Zwift auch eine entsprechende Event-Serie „Tour de Zwift Run“ für Läufer.

Wenn du die Tour de Zwift Etappen erfolgreich absolviert hast, wirst du dafür auch wieder belohnt. Vermutlich handelt es sich dabei um TdZ 2020 Event Ausstattung für deinen virtuellen Zwift Avatar. Wie die Belohnung genau aussieht, verrät Zwift allerdings jetzt noch nicht.

Tour de Zwift 2019: Streckenführung manchmal falsch

Seit 3. Januar 2019 läuft bereits die Tour de Zwift Event-Serie. Inzwischen wurde die dritte von neun Etappen abgeschlossen. Die Events sind wie erwartet sehr gut besucht und haben teilweise über 3000 Teilnehmer.

Einige Zwifter berichten im Internet von Problemen mit der Streckenführung. Demnach biegt die Spielfigur plötzlich falsch ab, sodass man sich dann alleine oder mit wenigen anderen Teilnehmern auf einer anderen Strecke befindet. Manchmal führt das dann dazu, dass die Strecke kürzer ist und das Event somit auch früher fertig ist. In den Zwift-Ergebnislisten führt das dann dazu, dass auf den ersten Plätzen deutlich „bessere“ Zeiten auftauchen, allerdings von den entsprechenden Teilnehmern weniger Strecke zurückgelegt wurde (Hinweis: Bei Zwiftpower werden diese Zeiten übrigens automatisch rausgefiltert).  In anderen Fällen wird man auch auf eine längere Strecke geschickt. Dann kann es dazu kommen, dass man mehr Kilometer zurücklegen muss, wie für das Event offiziell ausgeschrieben ist.

Ähnliche Probleme gab es auch bei anderen Zwift Events wie zum Beispiel Tour of New York im Oktober 2018, wo es scheinbar auch vereinzelt zu falschen Streckenführungen gekommen ist.

Keine Frage: Es ist frustrierend wenn das passiert! Doch was kann man da tun? Bei offiziellen Zwift Events wie z.B. der Tour de Zwift erhälst du nach erfolgreichem Finish eine E-Mail, die dir bestätigt dass du ein Event absolviert hast. Wenn du dich für die Tour de Zwift registriert hast, solltest du entsprechend auch bei deiner Fortschrittsübersicht sehen, wenn du eine Etappe erledigt hast. Alternativ kannst du natürlich einfach die Etappe bei einem anderen Event nochmal nachholen. In der Regel sind die Events vormittags weniger stark besucht als abends (mitteleuropäische Zeit).

Laut Zwift wird aktuell an dem Problem mit der falschen Streckenführung bei Massenevents gearbeitet. Sollte dir wegen diesem Fehler ein Event nicht richtig angerechnet werden, dann kannst du dich an den Zwift Support wenden. Wenn entsprechende Voraussetzungen erfüllt sind, dann können sie dir manuell Etappen anerkennen.

Fast 10500 Zwifter gleichzeitig online: Neuer Allzeitrekord

Am Donnerstag den 3. Januar 2019 waren gleichzeitig 10453 Zwifter online. Zuvor lag der Rekord bei etwa 8500 Nutzer gleichzeitig.

Die 1. Etappe der Tour de Zwift hat offenbar viele Zwifter angezogen, da die Events teilweise mit 4000 Teilnehmer sehr gut besucht waren. Im Internet berichteten auch viele Teilnehmer der Tour de Zwift von Störungen, falschen Streckenführungen, etc. was sich durch die hohen Nutzerzahlen erklären lässt.

Vergleicht man die Nutzerzahlen mit den letzten Jahren, dann bringt die zweite oder dritte Januarwoche die höchsten Nutzerzahlen mit sich. Demnach dürften in den nächsten Tagen die Zwift-Server also noch einiges zu tun haben und gegebenenfalls weitere Nutzerrekorde aufgestellt werden.

Das Gute an dem Nutzerzulauf ist natürlich, dass Zwift als Plattform bekannter wird und damit auch weiter ausgebaut wird. Zum Beispiel arbeitet Zwift aktuell an der Option für das freie Fahren neben der Hauptkarte eine zusätzliche Gästekarte anzubieten um die Nutzer und den Verkehr auf den Strecken besser zu verteilen.