Künstliche Intelligenz und Zwift – Smarte Trainingspläne für mehr Effizienz

Wie kann KI dein Zwift-Training optimieren?

Zwift hat das Indoor-Training revolutioniert und bietet unzählige Möglichkeiten für strukturierte Workouts, Rennen und Trainingspläne. Doch wie wäre es, wenn dein Trainingsplan nicht nur statisch wäre, sondern sich dynamisch an deine Fortschritte, Erholung und Leistungsdaten anpassen könnte? Genau hier kommt Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie KI-generierte Trainingspläne für Zwiften genutzt werden können, welche Dienste es gibt und welche Vorteile sie bieten.


Warum KI-generierte Trainingspläne?

Herkömmliche Trainingspläne haben einen festen Ablauf – sie basieren auf allgemeinen Prinzipien und müssen oft manuell angepasst werden, wenn du dich besser oder schlechter als erwartet fühlst. KI-gestützte Trainingspläne hingegen:

Analysieren deine Leistung in Echtzeit (z. B. mit Daten von Zwift, Strava oder Garmin)
Passen dein Training automatisch an (z. B. Intensität und Dauer je nach Erschöpfung)
Berücksichtigen deine Erholung und Form (basierend auf HRV, Schlaf oder subjektivem Feedback)
Optimieren die Belastungssteuerung (um Übertraining oder Stagnation zu vermeiden)


Welche KI-Coaches gibt es für Zwift?

Es gibt bereits einige spannende KI-gestützte Plattformen, die dein Zwift-Training smarter machen können:

1. enduco app

  • Beschreibung: enduco ist eine deutsche App, die personalisierte und datengestützte Trainingspläne für Ausdauersportler anbietet. Sie passt dein Training dynamisch an deine Fortschritte und Ziele an und ermöglicht die Planung mehrerer Wettkämpfe.​ Mehr auf enduco.app

  • Integration mit Zwift: Die App kann mit Plattformen wie Zwift synchronisiert werden, um deine Indoor-Trainingseinheiten optimal zu steuern.

  • Abonnementpreise: enduco bietet zwei Hauptabonnements an:

    • Pro: 14,99 € pro Monat (bei jährlicher Zahlung 30 % Ersparnis)

    • Pro+: 21,99 € pro Monat (ebenfalls mit 30 % Ersparnis bei jährlicher Zahlung)Beide Abos beinhalten einen hochindividuellen Trainingsplan, 24/7-Plananpassung und diverse KI-Coaches.

2. SpeedVille Coaching App

  • Beschreibung: Die SpeedVille Coaching App ist ein digitaler Radsport-Coach, der personalisierte Trainingspläne basierend auf neuesten Trainingswissenschaften erstellt. Sie bietet Echtzeit-Feedback und Analysen zu deinem Fortschritt. Hier geht es zur App: Apple

  • Integration mit Zwift: Durch die Verbindung mit TrainingPeaks können die in der App erstellten Einheiten automatisch auf Zwift übertragen und dort absolviert werden.

  • Abonnementpreise: Nach einer 30-tägigen kostenlosen Testphase stehen folgende Abonnements zur Verfügung (während der Testphase muss nichts gekündigt werden; das Probeabo wandelt sich nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abo um):

    • 3 Monate: 74,99 €

    • 6 Monate: 119,99 €

    • 12 Monate: 179,99 € (entspricht ca. 14,99 € pro Monat)

3. TrainerRoad Adaptive Training

  • Beschreibung: TrainerRoad nutzt KI, um dein Training basierend auf deiner Performance in Workouts anzupassen. Es verwendet Machine Learning, um vorherzusagen, welche Intensität für dich ideal ist, und integriert sich mit Zwift, um dein Training automatisch zu steuern. Hier geht es zur TrainerRoad Webseite.

  • Abonnementpreise: TrainerRoad bietet ein monatliches Abonnement für 19,95 $ oder ein Jahresabonnement für 189 $ an.

4. AI Endurance

  • Beschreibung: AI Endurance erstellt maßgeschneiderte Trainingspläne für Radsport, Laufen und Triathlon. Es nutzt KI zur Analyse deiner bisherigen Leistungsdaten und schlägt optimale Trainingsreize vor, basierend auf wissenschaftlichen Modellen der Trainingsphysiologie. Hier geht es zur Homepage von AI Endurance.

  • Abonnementpreise: AI Endurance bietet verschiedene Abonnementmodelle an, beginnend bei 9,99 $ pro Monat.

5. Humango

  • Beschreibung: Humango ist ein KI-gesteuerter Coach, der deine Trainingsbelastung und Fortschritte auswertet. Der Plan passt sich automatisch an, wenn du eine Einheit verpasst oder dich nicht wohlfühlst. Es lässt sich mit Zwift, Garmin und Strava synchronisieren. Hier geht es zur Webseite von Humango.

  • Abonnementpreise: Humango bietet eine kostenlose Basisversion sowie Premium-Abonnements ab 14,99 $ pro Monat an.

6. Athletica AI

  • Beschreibung: Athletica AI ist eine Plattform, die KI nutzt, um personalisierte Trainingspläne für Ausdauersportler zu erstellen. Sie analysiert deine Leistungsdaten und passt den Trainingsplan dynamisch an deine Fortschritte und Erholungsphasen an. Hier geht es zu Athletica AI.

  • Integration mit Zwift: Athletica AI kann mit Plattformen wie Zwift synchronisiert werden, um deine Indoor-Trainingseinheiten zu steuern und deine Leistungsdaten zu analysieren.

  • Abonnementpreise: Athletica AI bietet verschiedene Abonnementmodelle an, beginnend bei 15 $ pro Monat.


Wie starte ich mit einem KI-Trainingsplan?

1️⃣ Datenquelle auswählen: Stelle sicher, dass deine Leistung von Zwift (oder Strava/Garmin) in das KI-Tool importiert wird.
2️⃣ Trainingsziele festlegen: Willst du deine FTP steigern, für ein Rennen trainieren oder einfach fitter werden?
3️⃣ KI-Plan erstellen lassen: Die KI schlägt dir automatisch strukturierte Workouts vor.
4️⃣ Regelmäßig Feedback geben: Manche Tools wie AI Endurance passen den Plan basierend auf deinem Feedback an.
5️⃣ Fortschritt überwachen: Tracke deine Leistung und passe dein Training an, wenn nötig.


Zwift x ChatGPT

Inzwischen gibt es auch eine Variante von ChatGPT, die dich als Trainer unterstützt: Bike & Zwift Ride Trainer GPT – Fahrrad Trainer. Dieser Chat-Bot ist Experte für Radtrainingspläne, der für dich adaptiv zu Tageswerten CTL, ATL, TSB das maximiere Potenzial herausholt.

ChatGPT kann dir außerdem für Zwift Workout Files generieren für deine spezifischen Bedürfnisse.

Fazit: Lohnt sich KI-Training für Zwift?

KI-gestützte Trainingspläne sind eine spannende Entwicklung für alle, die ihr Training effizienter gestalten wollen. Während klassische Pläne oft starr sind, ermöglicht KI eine flexible Anpassung an deine individuellen Bedürfnisse und deinen Fortschritt.

Für Gelegenheitsfahrer kann ein manueller Zwift-Trainingsplan völlig ausreichen, aber wer ambitioniert trainiert oder wenig Zeit hat, könnte mit einem dynamischen, KI-basierten Plan große Vorteile erleben.

Hast du schon Erfahrungen mit KI-Trainingsplänen in Zwift? Schreib es in die Kommentare!


Das wäre ein guter Ausgangspunkt für deinen Artikel. Willst du noch einen bestimmten Fokus setzen oder eine persönliche Meinung dazu einbauen?

Zwift Camp: Baseline

Zwift hebt das Trainingserlebnis mit seinem neuen Programm Zwift Camp: Baseline auf ein neues Level. Dieses innovative Trainingskonzept ermöglicht es dir, dein Leistungsvermögen zu testen, deine Stärken und Schwächen zu identifizieren und dein Training gezielt zu verbessern.

Zwift Camp Baseline

Das Programm startet am 18. November und läuft bis zum 5. Januar. Es umfasst sechs Etappen, die aus drei Workouts und drei individuellen Tests bestehen. Jede Etappe fokussiert sich auf einen der drei Schwerpunkte: Sprint, Attacke und Ausdauer.

So funktioniert das Zwift Camp: Baseline

Das Programm ist so konzipiert, dass du es Schritt für Schritt durchlaufen kannst. Jede Trainingsetappe bereitet dich auf den zugehörigen Test vor. Deine Leistungsdaten aus den Tests werden analysiert und fließen in den Rider Strength Report ein – ein personalisiertes Feedback, das dir per E-Mail zugesandt wird, sobald du alle sechs Etappen abgeschlossen hast.

Die Etappen können entweder On-Demand oder als Teil eines geplanten Events absolviert werden. Sollte dir eine Etappe entgehen, kannst du sie zwischen dem 29. Dezember und 5. Januar nachholen.

Trainingsplan und Highlights

Sprint (18. November – 1. Dezember)

  • Etappe 1: Sprint Booster (55 Minuten / Lite-Version: 29 Minuten)
  • Etappe 2: Sprint-Test (34 Minuten, inklusive 15-Sekunden-Freeride-Segmente)

Attacke (1. Dezember – 15. Dezember)

  • Etappe 3: Attack the Bunch (53 Minuten / Lite-Version: 34 Minuten)
  • Etappe 4: Attacking Test (32 Minuten, inklusive 60-Sekunden-Freeride-Segmente)

Ausdauer (15. Dezember – 29. Dezember)

  • Etappe 5: Endurance Elevator (59 Minuten / Lite-Version: 33 Minuten)
  • Etappe 6: Elevation Evaluation (24,6 km, 396 m Höhenunterschied)

Belohnungen für deine Leistung

Teilnehmer, die alle Etappen erfolgreich absolvieren, schalten nicht nur den Rider Strength Report frei, sondern können sich auch auf drei exklusive Belohnungen freuen:

  • Das stylische Baseline Kit,
  • die leistungsstarke Oakley Kato Sonnenbrille,
  • und die aerodynamischen Zwift Baseline Wheels.
Zwift Camp Baseline Kit
Zwift Camp Baseline Kit

Werde Teil der Zwift Camp Community

Die Anmeldung zum Zwift Camp: Baseline startet am 12. November 2024. Während des Programms finden stündlich Events statt, die es dir ermöglichen, dich mit der Community zu messen und deine Fortschritte in Echtzeit zu erleben.

Dieses Trainingsprogramm ist eine großartige Möglichkeit, mehr über dich und deine Fähigkeiten zu lernen. Egal, ob du deine Sprintstärke verbessern, an explosiven Attacken feilen oder deine Ausdauer ausbauen möchtest – Zwift Camp: Baseline ist dein idealer Begleiter auf dem Weg zu smarterem Training.

Melde dich jetzt an und entdecke dein volles Potenzial!

Zwift Roadmap bis Ende 2022

Zwift entwickelt sich ständig weiter, mit der Mission, mehr Menschen körperlich aktiver zu machen. Heute kündigt Zwift eine Reihe von Erweiterungen an, die die Plattform sowohl für bestehende als auch für neue Nutzer noch attraktiver und unterhaltsamer machen.

Um den Start der Zwift-Saison zu feiern, hat das Produktdesign-Team von Zwift seine Produkt-Roadmap bis Ende 2022 vorgestellt. Verbesserungen bei der Übersicht von Spielinhalten, neue Trainingsfunktionen, mehr Routen, verbesserte Event-Funktionen und mehr On-Demand-Services sind einige der Highlights, die Radfahrern helfen werden, ihre vollständig personalisierte Indoor-Saison mit Zwift zu meistern.

„Zwift noch einfacher zu machen, ist eine der größten Erfolgschancen für uns und unser wachsendes Publikum. Wir suchen laufend nach neuen Wegen, um Zwift zugänglicher, einfacher zu bedienen und unterhaltsamer zu machen – egal, ob man neu auf der Plattform ist oder schon seit Jahren dabei ist“, so Mark Cote, Vice President of Content bei Zwift. „Da Zwift so facettenreich ist, haben wir uns in diesem Jahr darauf konzentriert, die Tools auszubauen, die es unserer Community ermöglichen, ihr eigenes Zwift-Erlebnis zu gestalten. Wir haben die in-game Erkundung verbessert, die Toolsets der Zwift-Clubs erweitert und auch unsere Bibliothek mit 24-7 On-Demand-Inhalten ergänzt. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den Erweiterungen dieser Saison, Zwift für alle Mitglieder auf der ganzen Welt noch interessanter und individueller gestaltbar machen können.“

Das Training war für diese Saison einer unserer Hauptschwerpunkte. Verbesserungen an der Benutzeroberfläche des Homescreens werden es einfacher machen, mehr über die umfangreiche Sammlung an Workouts und Trainingsplänen zu erfahren. Zwifter werden in der Lage sein, ihre Workouts nach Dauer und gefühlter Anstrengung zu filtern. Durch verbesserte grafische Details erfährt man zudem mehr über die einzelnen Trainingseinheiten.

Eine der erfolgreichsten Neuerungen von Zwift, ist PacePartners, welches das FutureWorks-Testprogramm durchlaufen hat. PacePartner werden prominent auf dem Startbildschirm angezeigt und geben Zwift-Benutzern die Möglichkeit, sich einer Gruppenfahrt anzuschließen, um in unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemeinsam zu trainieren. Nach dem Prinzip der PacePartners entwickelte sich die neue Hologramm-Funktion. Diese Funktion wird im Rahmen des FutureWorks-Testprogramms eingeführt und ermöglicht es Zwiftern, gegen einen Geist ihrer früheren persönlichen Rekorde anzutreten und so ein Wettbewerbselement für das Training zu schaffen. Die FutureWorks Holographic Replays schaffen ein besseres Verständnis für das richtige Tempo in jedem beliebigen Segment des Spiels.

Eine weitere spannende Neuerung sind die Route Based Workouts. Routenbasierte Workouts sind eine Alternative zum FTP-Training und ermöglichen einen leichteren Einstieg in ein strukturiertes Training auf der Plattform. Diese nutzen das Zwift-Gelände und die markierten Segmente, um einen strukturierten Trainingsplan zu erstellen, mit einer Mischung von unterschiedlichen Anforderungen. Dieses neue Feature wird zunächst im Zwift Academy Road Programm erscheinen, bevor es im Laufe der Saison mit weiteren Trainingsplänen erweitert wird. Zwifter, die Terrain Based Workouts nutzen, müssen ihre FTP nicht kennen, sondern können durch das System mehr über ihre Stärken erfahren. Die geländebasierten Workouts berechnen den FTP genau und ermöglichen so den Einstieg in ein „traditionelles“ strukturiertes Training. Zudem geben sie den Zwiftern auch Aufschluss über ihren Radsport-Phänotyp und helfen ihnen, ihre Stärken und Schwächen auf dem Rad besser zu verstehen.

Zwift-Rennen waren schon immer eine beliebte Art zu trainieren. Der diesjährige Kalender und andere Einzelheiten sind auf einer neuen, speziellen Racing-Website zu finden. On-Demand-Rennen sind eine spannende Möglichkeit, die Lust am Wettkampf zu wecken, und dadurch sogar bei den UCI Esports Weltmeisterschaften anzutreten. Die Zwift Racing League ist zurück und für Anmeldungen geöffnet. Die Zwift Racing League ist die größte Wettkampf-Liga von Zwift mit mehr als 1.800 Teams und 15.000 teilnehmenden Fahrern, in der letzten Saison und bietet Rennen für alle Leistungsstufen.

Neu in dieser Saison ist ZRacing – eine thematische Rennserie im monatlichen Wechsel. ZRacing bietet einen immerwährenden, leicht zugänglichen Wettbewerb. Jede Woche gibt es eine neue Etappe. Wer daran teilnimmt, kann sich ein monatliches Abzeichen verdienen. ZRacing ist so konzipiert, dass sich der Zeitplan anpassen lässt. Sie können sich in weniger als einer Stunde aufwärmen, ein Rennen fahren und dann wieder abkühlen.

Für alle, die auf Elite-Wettkämpfe aus sind, wird Zwift auch 2023 wieder Gastgeber der UCI Cycling Esports World Championships. Wie in 2022 wird man sich wieder über die Zwift-Plattform qualifizieren können. Qualifikationsveranstaltungen, gefolgt von kontinentalen Meisterschaften, bieten jedem Zwifter die Möglichkeit, sein Land zu vertreten und dem Weg des UCI Cycling Esports World Champions von 2022, Loes Adegeest, zu folgen.

Für diejenigen, die regelmäßig an Zwift-Rennen teilnehmen, hat es eine Reihe von Neuentwicklungen gegeben, die das Zwift-Racing unterhaltsamer und auch fairer machen. Eine der beliebtesten Eventserien ist die WTRL Team Time Trial League, ein Rennformat, dass auch in der Zwift Racing League durchgeführt wird. Die neue TTT-Rennfunktionalität hilft, die gemeinschaftliche Art des Wettbewerbs auf der Plattform zu verbessern.

Darüber hinaus hat Zwift die Auto-Kategorisierung eingeführt, um Zwift-Rennen fairer zu gestalten. Die automatische Kategorisierung stellt sicher, dass Zwift-Fahrer mit Fahrern ähnlicher Fähigkeiten zusammengeführt werden, basierend auf ihren letzten erfassten Fahrdaten.

Und schließlich die Sache, die alle Zwifter lieben – neue Straßen! Das Zwift-Universum wird ständig erweitert und Makuri Islands wird im November mit Straßen, Schotter und unbefestigten Strecken erweitert, die sich durch die üppige Urukazi Karte schlängeln. „Urukazi“ ist eine Kombination aus zwei okinawischen Wörtern – „uru“ bedeutet „Ufer“, und „kazi“ bedeutet „Brise“. Die Kombination der beiden Wörter soll an den ruhigen, unberührten Charakter des südjapanischen Archipels erinnern.

Workouts und Trainingspläne in Zwift

Zwift bietet neben freien Fahrten, Gruppenfahrten und Rennen gegen andere auch die Möglichkeit mit spezifischen Workouts zu trainieren. Dabei wird ein Workout in verschiedene Abschnitte unterteilt, die strukturiert abgearbeitet werden können. Je Programmabschnitt wird dann der Rollentrainer automatisch auf eine bestimmte Wattzahl eingestellt, wobei dieser Widerstand unabhängig vom geschalteten Gang gleich bleibt (ERG-Modus). Du kannst Workouts abhängig von Deiner verfügbaren Zeit auswählen zum Beispiel Workouts bis zu 60 Minuten, 60-90 Minuten oder über 90 Minuten.

Zwift Workout Übersicht


Trainingspläne

Neben einzelnen Workouts gibt es auch ganze Trainingspläne von erfahrenen Coaches, die mehrere Workouts beinhalten und über mehrere Wochen dauern. Die Trainingseinheiten sind genau aufeinander abgestimmt und für unterschiedliche Ziele gedacht. So gibt es beispielsweise Trainingspläne zur Vorbereitung auf einen Wettkampf oder speziell für den Olympischen Triathlon, Workout-Pläne um 100km am Stück durchzuhalten oder Deinen FTP-Wert zu verbessern, aber auch Time Trial spezifische Pläne. Die Zwift Companion App hilft dir mit Erinnerungen auf deinem Smartphone dabei die Workouts rechtzeitig zu machen.

Zwift Trainingspläne

Zwift selbst bietet inzwischen nur zum Radtraining fast 1000 Workouts und Trainingspläne. Dazu gibt es über 500 weitere Trainingspläne, die von anderen Zwift-Mitgliedern online gestellt wurden. Eine praktische Übersicht aller Workouts und Trianingspläne findest Du bei whatsonzwift.com/workouts. Du kannst Workouts übrigens auch selbst erstellen im Workout-Editor von Zwift unter Training, Workouts „eigenes erstellen“.

Eigenes Workout

Alternativ kannst Du auf der Webseite zwofactory.com mittels Online-Tool. Du kannst sogar echte Outdoor-Strecken simulieren und nachfahren. Mit Hilfe eines Online-Converters kannst Du zum Beispiel vorab auf der GPX-Strecke von deinem nächsten Wettkampf trainieren.

Details zu den Workouts

Die Workouts bei Zwift sind wattgesteuert und orientieren sich an Deinem FTP-Wert. Functional Treshold Power ist die Leistung, die Du im Durchschnitt über eine Stunde aufrechterhalten kannst. Wenn Du bei freien Fahrten, bei Gruppenfahrten oder in Rennen fährst, berechnet Dir Zwift automatisch Deinen FTP-Wert. Wenn Du dich bei einer Fahrt verbesserst, wird dir am Ende Dein neuer FTP-Wert angezeigt. Alternativ dazu hat Zwift auch spezielle Workouts um Deinen FTP-Wert zu ermitteln.

Zwift FTP-Test

Der standardmäßige FTP-Test startet mit einer 20 minütigen Aufwärmphase, gefolgt von ein paar kurzen Rampen bei 90%, 110% und 130% deines aktuellen FTP-Wertes. Nach einer kurzen Erholungsphase von 5 Minuten bei 60% deines FTP-Werts, folgen 5 Minuten bei 110% um deine Beine zu aktivieren. Nach weiteren 10 Minuten lockerem Pedalieren (60% FTP) hast du dann 20 Minuten Zeit alles aus dir rauszuholen um deinen aktuellen FTP-Wert zu bestimmen. Danach folgen noch 10 Minuten Cooldown-Phase.

Zwift FTP-Test


Stufentest

Neben der Standard-Variante bietet Zwift von Haus aus auch noch eine vereinfachte Variante des FTP-Tests mit weniger Abschnitten zum Einfahren an. Fortgeschrittene können alternativ zum Zwift FTP-Test auch einen Stufentest durchführen. Damit kann neben dem FTP- auch noch der MAP- und VO2Max-Wert ermittelt werden. Weitere Details dazu findest Du in folgendem Video:

Zwift Stress Points

Die sogenannten „Stress Points“ bei Zwift entsprechen der „Training Stress Score“ (TSS) von TrainingPeaks. Dahinter steckt eine Metrik, die angibt, wie anstrengend ein Workout ist. Dies bestimmt sich aus der Trainingsdauer, Leistung und Intensität im Verhältnis zum FTP. Eine Stunde Training mit Deiner FTP-Leistung entspricht 100 TSS. Der TSS-Wert ist übrigens ein sehr guter Indikator dafür, wie viel Regenrationszeit Du nach Deinem Training einplanen solltest.

Formel: TSS = [(Sekunden x NP x IF / (FTP x 3600)] x 100

Wobei IF den Intensitätsfaktor beschreibt und NF die Normalized Power des Workouts.

Beispiele für einen FTP von 250:
– FTP für eine Stunde: [(3600 x 250 x 1) / (250 x 3600)] x 100 = 100
– 75% FTP für 3 h: [(10800 x 187,5 x 0,75) / (250 x 3600)] x 100 = 169
– 50% FTP für 5 h: [(18000 x 125 x 0,5) / (250 x 3600)] x 100 = 125

Da bei Zwift Workouts bereits vorab feststeht, welche Belastung in den Trainingsabschnitten stattfinden soll und diese in X% vom FTP angegeben werden, kann zur Vorberechnung der Stress Points folgende vereinfachte Formel angewendet werden pro Abschnitt:

TSS-Prognose = [(Sekunden x IF²) / 3600] x 100

Beispiel für einen Workout-Abschnitt mit 60 Minuten bei 60% FTP:
[(3600 x 0,6²) / 3600] x 100 = 36

Wenn man dann das Workout durchführt erhältst Du ein tatsächliches Leistungsprofil mit Normalized Power und kannst dann sicherlich leichte Abweichungen zu den prognostizierten Stress Points feststellen.

Mehr zum Thema Stress Points bzw. TSS findest du auf Englisch hier.

Trainingszonen Z1 bis Z6

Ferner gibt es die Trainingszonen Z1 bis Z6, sowie die aufgerechnete Zeit pro Zone. Die 6 Zonen lassen sich durch die Coggan Power Zones aus der Trainingswissenschaft folgendermaßen beschreiben:

Zone Name Durchschnittliche Leistung vom FTP Durchschnittliche Herzfrequenz*
1 Aktive Erholung < 55% < 68%
2 Ausdauer 56-75% 69-83%
3 Tempo 76-90% 84-94%
4 Laktat-Schwelle 91-105% 95-105%
5 VO2Max 106-120% >106%
6 Anaerobe Kapazität >121% N/A

*100% entspricht der HF bei der Laktat-Schwelle.

Wenn du an bestimmten Skills arbeiten möchtest wie z.B. Ausdauer, Tempo oder VO2Max, dann solltest du natürlich auch öfters mal in den entsprechenden Zonen für dich trainieren.

Workout Intensität anpassen

Da sich die Watt-Werte eines Workout-Abschnitts immer an Prozent-Werten deines aktuellen FTP-Werts beziehen, kann es passieren, dass die vorgegebene Intensität eines Workout-Abschnitts nicht passt. Das merkst du zum Beispiel daran, dass Deine Herzfrequenz für einen Abschnitt im Grundlagenausdauerbereich plötzlich zu hoch ist.

Beispiel: Dein FTP-Wert liegt bei 250 und du sollst eine Grundlagenausdauer-einheit über 90 Minuten fahren bei 70% deines FTP-Werts. So wird der Widerstand deines Rollentrainers auf 175 Watt eingestellt. Heute hast du aber einen nicht so guten Tag erwischt und deine Herzfrequenz liegt bei dieser Belastung über 80% deiner maximalen Herzfrequenz.

In den beschrieben Fällen macht es Sinn die Intensität des Workouts kurzfristig anzupassen. Dazu gibt es bei den Zwift Workouts verschiedene Varianten.

Variante 1: Beim Workout werden Dir links die einzelnen Abschnitte angezeigt. Darunter gibt es einen Pfeil nach oben und einen nach unten. Damit kannst du in 1% Schritten die Intensität des Workouts steuern. Alternativ zu den beiden Pfeilen kannst du auch die Tasten „Page Up“ zum Erhöhen bzw. „Page Down“ zum Reduzieren der Intensität verwenden.

Variante 2: Du änderst deinen FTP-Wert in den persönlichen Einstellungen. Damit ändert sich automatisch auch die Intensität des Workouts, da diese abhängig von dem aktuell eingestellten FTP-Wert ist.

Zwift Workout als Gruppenfahrt

Wem die Workouts alleine zu langweilig sind und wer lieber die Gesellschaft anderer Zwifter genießt, der kann auch bei Gruppenfahrten teilnehmen, bei denen bestimmte Workouts zusammen gefahren werden. Das steigert die Motivation deutlich und bringt mehr Unterhaltung, sowie Abwechslung ins Training. Eine Übersicht der anstehenden Gruppenfahrten mit Workouts findest du hier.